Mit Software aus der Cloud der Corona-Krise trotzen

Autor: Carl-Philipp Müller

Mit digitalen Cloud-Lösungen ortsungebundenes Arbeiten ermöglichen

Gebannt blickt die Welt auf den Verlauf der Coronavirus-Pandemie. Was zunächst im chinesischen Wuhan auf lokaler Ebene begann, hat sich längst zu einer globalen Krise entsponnen. Die Folgen dieser Entwicklung sind auch in der Wirtschaft zu spüren: Unterbrochene Lieferketten, abgesagte Messen und Großveranstaltungen sowie die Pflicht zum Homeoffice oder zumindest strengere Hygienevorschriften machen die Krise gerade für Arbeitnehmer greifbar.

Keine Frage, diese Pandemie wird für die globale Wirtschaft spürbare Folgen haben. Viele Regierungen haben bereits Hilfspakete geschnürt, um Betriebe zu stützen. So sinnvoll das alles sein mag, so sehr sollten sich auch die Unternehmen selbst fragen, was sie tun können, um die Krise erfolgreich zu bewältigen.

Die allseits geforderte Distanz zwischen den Menschen zur Verringerung der Ansteckungsgefahr bedeutet im beruflichen Alltag: Verzicht auf Geschäftsreisen und Vor-Ort-Termine und stattdessen Homeoffice. Eine Voraussetzung für reibungsloses Arbeiten von zu Hause aus ist Software aus der Cloud.

Trotz Corona-Krise weiterarbeiten: Mit Software aus der Cloud

Cloud-Lösungen haben gegenüber On-Premise-Varianten einen unschlagbaren Vorteil: Sie sind durch die Art der Installation nicht an besondere Geräte gebunden. Das heißt: Unabhängig vom Standort können Mitarbeiter auf die jeweilige Software zugreifen, sofern sie eine entsprechende Berechtigung dafür haben.

Die Schaffung neuer Insellösungen, die zumindest das Homeoffice für Mitarbeiter ermöglichen, sollte hierbei jedoch nicht das Ziel sein. Vielmehr sind orchestrierte Lösungen anzustreben, die eine medienbruchlose Software-Landschaft „aus einem Guss“ erzeugen.

Moderne Cloud-Lösungen bieten hier eine riesige Bandbreite an Möglichkeiten. So lassen sich beispielsweise ERP, BI-Software, CRM und viele weitere Anwendungen problemlos in die Cloud verlagern. Mehr über die erfolgreiche Anordnung von Cloud-Landschaften erfahren Sie in unserem E-Book „Cloud-Orchestrierung“.

Datenschutz, Sicherheit, Kosten: Dank Cloud auf der sicheren Seite stehen!

Viele Unternehmen, die sich erstmals mit Cloud-Lösungen befassen, stellen sich die Frage, ob denn Daten noch sicher seien, wenn sie auf externe Server verlagert werden, die sich nicht im Unternehmen befinden. Oft steht auch die Frage im Raum, inwieweit datenschutzrechtliche Aspekte durch Cloud-Software berücksichtigt werden.

Immer mehr Unternehmen erkennen jedoch die Vorteile von Cloud-Lösungen und auch, wie sicher und datenschutzkonform sie in der Zwischenzeit sind. Zahlreiche Zertifikate und Prüfsiegel bestätigen dies. So gehen immer mehr Unternehmen dazu über, auch sensiblere Unternehmensdaten in die Cloud zu verlagern, wie eine bitkom-Studie zeigt.

Cloud-Lösungen werden sicherheitstechnisch kontinuierlich verbessert. Während On-Premise-Installationen nur dann auf dem neuesten Stand bleiben, wenn sich die unternehmenseigene IT regelmäßig darum kümmert, wird Software aus der Cloud vom Anbieter automatisch in regelmäßigen Abständen aktualisiert und optimiert. Welche Unterschiede es außerdem gibt, erfahren Sie in unserem E-Book „On-Premise vs. Cloud“.

Nicht zuletzt sollten aber auch die Unternehmen selbst interne Richtlinien zum Umgang mit der Cloud festlegen, damit nicht Mitarbeiter mangels durchdachter Vorgaben zum Sicherheitsrisiko werden. Leider fehlt es in der Praxis jedoch noch häufig an ausgereiften Security-Strategien und entsprechenden Kontrollmaßnahmen.

Cloud-Lösungen sind also sicher und datenschutzkonform. Und auch die Sorge vor hohen Anschaffungskosten bei der Migration in die Cloud ist unbegründet. Anders als bei On-Premise-Varianten gibt es keine anfänglichen hohen Investitionskosten, die schwer ins Gewicht fallen. Durch das Lizenzmodell können Ausgaben vielmehr auf die laufenden Betriebskosten verteilt werden. Dies schont nicht zuletzt die Liquidität.

Software aus der Cloud: In der Praxis längst bewährt

Mittlerweile sind Software-Landschaften aus der Cloud nichts Ungewöhnliches mehr und in der Praxis in vielen Unternehmen längst bewährt. Hier einige Beispiele:

  1. Die Fertigungsindustrie wird immer stärker mit individuellen Kundenwünschen konfrontiert. Individuelle Produktvarianten sind gerade in der Automobilindustrie zur Pflicht geworden. Um als Fertigungsbetrieb im Wettbewerb bestehen zu können, kommt es darauf an, derlei kleinen Losgrößen ohne ausufernde Zusatzkosten herzustellen. Das gelingt genau dann, wenn Vertrieb, Planung und Produktion durchgängig digitalisiert werden – mit einem Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) aus der Cloud ist dies unproblematisch realisierbar. Lesen Sie im Fachartikel mehr über Cloud-Lösungen und Variantenkonfiguration in der Fertigungsindustrie.
  2. Wenn Unternehmen ins Ausland expandieren, rückt meist der Vertrieb als erstes in den Blick. Dann werden internationale Vertriebsgesellschaften gegründet. Die Produktion hingegen verbleibt am ursprünglichen Standort, damit der Vertrieb auf bewährte Lieferketten zurückgreifen kann. Voraussetzung dafür ist eine reibungslose Anbindung der Vertriebsgesellschaft an das ERP der Unternehmenszentrale – mit einer Cloud-Lösung kein Problem. Mehr dazu in unserem Fachartikel zur Anbindung internationaler Vertriebsgesellschaften.

Fakt ist: Cloud-Lösungen sind die Zukunft. Und gerade in Zeiten der Coronavirus-Krise bringen sie unschätzbare Vorteile mit sich, die das Weiterarbeiten auch unter erschwerten Umständen ermöglichen. Digitalisierung und eine moderne IT-Landschaft werden so „zum Helfer in der Not“ und machen Unternehmen gleichzeitig zukunftsfest.

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