SAP BW HANA Studio für SAP GUI Umsteiger 

Autor: Christian Albert | Veröffentlicht: 09.01.2020

Für BW/4HANA (bzw. für die BW 7.4 / BW 7.5 on HANA Versionen für SAP BW) wurden nicht nur unter der Haube umfassende Änderungen durch die SAP vorgenommen, sondern auch die Oberfläche wurde auf eine neue GUI umgestellt. Und dort im SAP HANA Studio (bzw. bei den BW Modelling Tools) kommt es dann zum Treffen der Generationen. Die SAP BW Betreuer/-innen, die in der neuen HANA Welt angefangen haben, treffen auf Kollegen und Kolleginnen, die zum Teil schon mehr als ein Jahrzehnt mit SAP BW zu tun hatten. Und in dieser Zeit immer über den SAPGUI mit dem BW Backend kommuniziert haben. Diese blicken nun auf das HANA Studio (bzw. die BW Modelling Perspektive) – und suchen erstmal nach bekannten Funktionen.

Die Beurteilung des neuen Frontendtools SAP HANA Studio fällt dann auch bisweilen recht unterschiedlich aus. Von Begeisterung bis zurück zum SAPGUI ist die ganzen Palette vertreten. Ich gebe gerne zu, dass auch ich aus der Zeit des SAPGUIs stamme und durch diese in der SAP Welt sozialisiert wurde. Und auch zum SAPGUI gab es verschiedene Meinungen. Ebenso hat jeder/jede Anwender/-in seine eigenen Verfahren beim Arbeiten mit dem SAPGUI etabliert. Verschiedene Farben für verschiedene Systeme, Aufruf von Funktionen wie bspw. InfoObjektpflege aus der RSA1 heraus oder direkt über die RSD1 oder die Pflege von Prozessketten über die Transaktion RSPC und nicht über die RSA1 und den Button dort (richtig, ganz früher gab es nur die Transaktion RSPC – und unter BW/4HANA 2.0 ist eine Kachel im Administrations Cockpit).

In diesem Blog möchte ich ein paar Erfahrungen im täglichen Umgang mit dem HANA Studio vorstellen und damit die Skepsis beim Umstieg mildern. Und in der Tat, es gibt eine Leben nach dem SAPGUI. Und manches ist auch ganz schick geworden in der neuen Welt.

Daher lade ich alle SAP BW Nutzer ein, zu einem Streifzug durch das SAP HANA Studio – mit diesen Themen:

  • SAP HANA Studio oder Eclipse?
    • Funktionsumfang
    • Installation
  • Navigieren und Arbeiten im HANA Studio in diesen Bereichen:
    • BW Project Bereich
    • Editor Bereich
      • Die Suchfunktion
      • Die Option Datenfluss anzeigen
      • Die Filterfunktionen im Editor
      • Die Funktion Autovervollständigen
    • View Bereich
      • Datenvorschaufunktion

Die Frontendtools für die Anwender wie Bex / Analysis for Office und der QueryDesigner und dessen Funktionen im HANA Studio sollen in diesem Blog nicht betrachtet werden.

SAP HANA Studio oder Eclipse mit den BW Modelling Tools (BW-MT)?

Der Funktionsumfang

Die Möglichkeit zwischen zwei Optionen für das Frontend wählen zu können war in der SAPGUI Welt nicht gegeben und führt erstmal zu der Frage, welches Tool man nehmen soll. Rein von der angebotenen Funktionalität der beiden Tools ist die Antwort einfach: Sie sind gleich. Das eine oder andere Icon sieht vielleicht anders aus, aber von den vorhandenen Funktionen her gibt es keinen Unterschied. Die Unterschiede betreffen eher die Installation und das Zusammenspiel mit dem jeweiligen Support Package im Backend. Hier kam es v.a. bei früheren Versionsständen (Front- wie Backend) durchaus zu Kombinationen, wo in einem Tool eine Funktion ging, im anderen nicht. Auch von Version zu Version in einem Frontendtool gab es Unterschiede, was dann zu der Situation führte, dass mehrere Versionen eines Tools parallel betrieben wurden – eine Situation die normalerweise vermieden werden sollte.

Die Installation

Da die Modellierung für die BW Objekte in den BW Modeling Tools erfolgt, müssen diese bei der Installation im HANA Studio ausgewählt werden. Bei einer Installation in Eclipse müssen diese über die Downloadfunktion nachgeladen werden. Bei beiden Tools sind hierfür Berechtigungen bzw. Netzwerkzugänge erforderlich. Um das SAP HANA Studio vom SAP Marketplace laden zu können muss ein User mit den entsprechenden Berechtigungen vorhanden sein.

Auf die Installation im Detail wird in diesem Blog nicht eingegangen. Eine detaillierte Anleitung für die Installation stellt die SAP bereit. Es finden sich auch etliche Anleitungen als Blog oder Video im Internet.

Der Umfang der BW Objekte, die mit dem HANA Studio bearbeitet werden können richtet sich nach der installierten Version von BW und dem jeweiligen Support Package. Je höher, desto mehr Objekte sind unter den HANA Studio zugänglich und müssen nicht mehr im SAPGUI bearbeitet werden. Als Beispiel für die Wanderung eines Objektes zwischen SAPGUI und SAP HANA Studio sei der CompositeProvider genannt. War er zuerst im SAPGUI noch darstellbar, so ist er mittlerweile in den neuen Versionen nur noch im HANA Studio darstellbar. Die BW on HANA System machten hier einen großen Sprung mit dem SP08.
Mit BW/4HANA 1.0 sind die Objekte im Datenfluss wie Transformation und DTP im HANA Studio dazu gekommen. Darüber hinaus ist es im HANA Studio mittlerweile möglich, dort direkt ein SAPGUI Fenster zu öffnen und in diesem zu arbeiten. Unter SAP BW/4HANA werden viele dieser Darstellung auf eine browserbasierte Umgebung umgestellt werden. Aber das ist dann ein Thema für einen eigenen Blog…

Nach einer erfolgreichen Installation müssen die BW Modeling Tools von Zeit zu aktualisiert werden. Die Zyklen für eine Anpassung an den aktuellen Stand der Modeling Tools und des Backends sind hier kürzer als beim SAPGUI. Das SAP HANA Studio verfügt zwar über eine Update Funktion für die Modeling Tools. In der Praxis zeigte sich aber, dass eine Deinstallation und eine anschließende Neuinstallation der neue Version der sicherere und einfachere Weg ist, um auf die neue Version zu gelangen.

Auf die Frage, welches Tool nun zu bevorzugen ist, gibt es keine eindeutige Empfehlung: Da das HANA Studio und Eclipse vom Funktionsumfang identisch sind, spielt hier nur der Aufwand bei der Installation und der Softwareverteilung eine Rolle. Hier hat das SAP HANA Studio bei einem flächenmässigen Roll-out Vorteile, während Eclipse bei Ad-hoc- und Testinstallationen leichter zu handhaben ist.

Navigieren im HANA Studio: Projekte, Views und Editoren

Gegenüber dem SAPGUI fällt beim SAP HANA Studio auf, dass hier nur in einem Bildschirm gearbeitet wird, der in mehrere Bereiche unterteilt ist. Es gibt den Bereich für Projekte, den Bereich für Editoren und einen Bereich für Views. Je nachdem, in welchen Bereich gearbeitet wird, wirkt sich das auf die anderen Bereiche aus. Die Auswahl, welches Objekt im Editorbereich bearbeitet wird, wird durch die Auswahl des Objektes im Projekt Explorer der jeweiligen Perspektive bestimmt. Die Bearbeitung des jeweiligen Objektes (wie InfoObjekt, ADSO, CompositeProvider, Query) erfolgt dann im Editorbereich. Dort können auch mehrere Objekte parallel geöffnet sein. Informationen zu den jeweiligen Objekten werden im Bereich View angezeigt (Eigenschaften des Objektes, Ergebnisse von Prüfungen, Suchen, etc.).

Der Projekt Explorer

Im HANA Studio muss man zuerst ein Projekt bzw. Perspektive öffnen. Für BW ist dies die BW Perspektive, in der BW Objekte modelliert werden können. Nach der erfolgreichen Anmeldung an einem System öffnet sich dann das entsprechende System als Projekt. Es ist möglich, sich an mehreren System parallel anzumelden, also bspw. am Entwicklungssystem und am Produktivsystem oder aber in einem System mit unterschiedlichen Anmeldesprache (da könnte die Übersetzung der Objekte dann immer gleich vorgenommen werden – oder aber das bequeme Übersetzungstool von Allgeier wird genutzt). Für jedes System wird eine eigener Baum in der Sicht für die Perspektiven geöffnet. Für jedes System finden sich die folgenden Ordner:

  • Favoriten
  • BW -Repository
  • Datenquellen

Unter den Favoriten finden sich die Objekte, welche der/die Anwender/-in als Favoriten markiert hat.
Unter BW Repository sind unter den jeweiligen InfoAreas mit jeweils eigenen Ordnern die dort abgelegten InfoObjekte und InfoProvider zu finden, die man bisher auch in der RSA1 in der Modellierungssicht gefunden hat. Hier lohnt es sich, eine verbindliche Struktur für die System vorzugeben, damit es zu keinem Wildwuchs kommt und man sich entlang des Baumes einfach und schnell zum gewünschten Objekt bewegen kann. Kriterien für die Ordner bzw. InfoAreas können dabei Projekte (FI-Reporting, CO-Reporting, Planung, etc.) sein, aber auch die verschiedenen Layer im DataStaging können herangezogen werden (Extraktions-Layer, Business Transformation-Layer, Virtuelle-Layer).

Unter diesen Ordnern gibt es dann (in einem BW/4HANA) zwei Ordner: CompositeProvider und DataStore Object (advanced). Unter diesen Ordnern finden sich dann die jeweiligen CompositeProvider bzw. aDSOs. Je nach InfoProvider Typ sind dann weitere Unterordner verfügbar. Unter jedem CompositeProvider finden sich folgende ihm zuordenbaren Ordner (sofern entsprechende Objekte vorhanden sind):

  • Query
  • Eingeschränkte Kennzahlen
  • Berechnete Kennzahlen
  • Strukturen
  • Filter

Unter den aDSO finden sich Ordner für die dem jeweiligen aDSO zuordenbaren Objekte:

  • Transformationen
  • DTPs

Im dritten Ordner Datenquellen werden alle Datenquellen aufgeführt. Auch hier empfiehlt es sich, Vorgaben für eine Ordnerstruktur vorzugeben. Per Default sind hier nur Ordner für die verschiedenen vorhandenen Quell-System Typen vorhanden (wie ODP-Quellsysteme, Flat File, SLT, etc.). Innerhalb der Ordner kann dann, wie früher, mit einer eigenen Ordnerstruktur für Ordnung gesorgt werden.

Gegenüber der Modellierungssicht in der alten Transaktion RSA1 im SAPGUI ist daher nicht mehr möglich vom MultiProvider bzw. von einer DataSource ausgehend sich dem aufgeklappten Datenfluss entlang zum anderen Ende durch zu navigieren. Anderseits ist auch nicht mehr beim virtuellen InfoProvider des virtuellen Layers (wie dem MultiProvider) Schluss.

Die zentrale Frage ist daher: Wie geht man damit um? Welche neuen Wege gibt es?

Zum einen ist die zentrale Suche einfacher zugänglich und mächtiger geworden. Mit einem Klick auf den Suchbutton (oder über den Shortcut CTRL + H) öffnet sich ein eigenes Suchfenster, in dem nach viel mehr Kriterien gesucht und gefiltert werden kann als früher. Meistens langt jedoch die Eingabe eines gewünschten Teils des Objektes bzw. dessen Bezeichnung um die Suche zu starten. Das Ergebnis der Suche mit allen Objekten die dem Suchmuster entsprechen wird dann in einem eigenen Tab bei den Views angezeigt. Im gezeigten Beispiel wurde nach „ZCAADEK“ gesucht.

Ist das gewünschte Objekt dabei (bspw. das gesuchte aDSO) so stehen zwei Optionen zur Auswahl. Per Doppelklick auf das Objekt kann dieses im Editorbereich geöffnet und dort bearbeitet werden. Will man das gefundene Objekt sich auch in der Projektperspektive anzeigen lassen, so kann dies über den Shortcut STRG + CTRL + D dort hervorgehoben werden. Unter Umständen muss die Anzeige auch über Ansicht aktualisieren angestoßen werden. Standardmäßig kann die Verlinkung zwischen dem aktiven Objekt in der Editorsicht und dem Objekt in der Projektsicht über Link with Editor (siehe den Button im Kreis im Screenshot zum Suchergebnis hergestellt werden.

Ist das gesuchte Objekt der Ausgangspunkt für eine Analyse entlang dessen Datenflusses, so kann per Rechtsklick auf dem Objekt der Datenfluss angezeigt werden (Datenfluss untersuchen – Option über die rechte Maustaste des Objekts in der Project Explorer Sicht oder im View Suchergebnis). Der Datenfluss öffnet sich dann im Editorbereich. Gegenüber dem alten Datenfluss fallen einige Änderungen ins Auge. Zunächst startet man in einer Ansicht nur mit dem ausgewählten Objekt.

Erst bei einem Mouseover werden Pfeile sichtbar. Klickt man diese, so wird der Datenfluss nach unten bzw. oben aufgeklappt. Ein Klick auf die Objekte im Datenfluss öffnet diese wiederum in einem eigenen Tab in der Editorsicht. Im Datenfluss sind auch Transformationen und DTPs zu dem jeweiligen Objekt sichtbar. Über einen Rechtsklick sind diese anzeigbar bzw. ausführbar (bzw. können auch neue angelegt werden).

Um in größeren Datenflüssen einen besseren Überblick zu bekommen besteht die Möglichkeit einen Pfad hervorzuheben (Button mit dem roten Stift beim Mouseover) sowie eine komprimierte Sicht des Datenflusses zu nutzen. Dieser Button versteckt sich oben rechts über dem Balken Palette.

Der Editorbereich

Im Editorbereich findet die eigentliche Bearbeitung des ausgewählten Objektes statt. Im Großen und Ganzen orientieren sich die Aufteilungen zu den jeweiligen Objekten noch an den Aufteilungen wie sie aus dem SAPGUI bekannt sind. Unterschiede gibt es im Detail, einige Objekte wie bspw. die Query wurden mehr geändert. Eine Aufführung aller Änderungen zu den einzelnen Objekten würden den Rahmen dieses Blogs sprengen, so dass sich an dieser Stelle nur auf einige wenige Punkte eingegangen werden kann.

Die bekannten Tabs zu vielen Objekten finden sich nun nicht mehr oben im Editorbereich wie im SAPGUI, sondern wurden nach unten verlagert (wie bspw. beim InfoObjekt und beim ADSO). Bei einigen Objekte wie bspw. eingeschränkte / berechnete Kennzahlen sind Tabs sowohl oben wie unten zu finden. Also durchaus auch mal nach oben bzw. unten schauen, ob sich der gewünschte Tab dort findet.

Arbeiten im Editorbereich

Beim Arbeiten im Editorbereich ergeben sich die größten Änderungen gegenüber der RSA1 im SAPGUI in meinem Augen bei den kleinen Helferlein und Einstellungen die in diesem Bereich vorgenommen werden können.

Der erste Punkt ist, dass die Einstellungen, wie die Objekte dargestellt werden – Text, Schlüssel, Text und Schlüssel, Schlüssel und Text – nicht mehr bei jedem Start wieder eingestellt werden müssen  (übrigens im gesamten HANA Studio). Wenn ich da an den alten QueryDesigner denke, bei dem nach jedem Start die Einstellungen neu gesetzt werden mussten – dann ist dies schon ein Fortschritt.

Ein weiterer Punkt ist die leichtere und viel besser Nutzbarkeit der Suche und Filterfunktionen. Sobald in einem Feld das Glühbirnensymbol neben dem Feld erscheint kann eine Eingabehilfe zum jeweiligen Feld in Anspruch genommen werden. Ist bekannt, dass die Vorlage für ein neues ADSO mit „ZCA“ beginnt, so kann man damit suchen. Hier wurde in der Zeile „Kopieren aus“ ZCA eingegeben und dann die Shortcut Funktion STRG + Leertaste aktiviert. Es wird eine Liste aller passenden Objekte angelistet.

Die Filter und Suchfunktion in den Transformationen hat sich ebenfalls verbessert. Sie ist leichter zugänglich geworden und zeigt die Treffer nun übersichtlicher an. Im dargestellten Beispiel wurde die Transformation auf Quell-Seite auf alle Felder mit „DOC“ gefiltert.

Der zu einem Objekt geöffnete Tab im Editor Fenster bleibt so lange bestehen bis er geschlossen wird. Der Tab kann in der Position durch drag & drop mit der Maus an eine beliebige Stelle in der Reihenfolge Editorobjekte verschoben werden – praktisch wenn das gleiche Objekt im Entwicklungs- und Produktionssystem verglichen werden soll. Durch einen Doppelklick auf den Tab wird der Editor vergrößert. Ist der Editorbereich für ein Objekt zu klein, so kann der Editor für dieses Objekt in ein eigenes Fenster ausgelagert und vergrößert werden. Entweder durch drag & drop mit der Maus auf den Tab und ziehen auf einen Bereich außerhalb der HANA Studios. Zurück geht es dann wieder per drag & drop in den Editorbereich. Man kann aber auch einzelne Tabs direkt nebeneinander legen über Menüpunkt Window → Editor → Toggle Split Editor (vertical) / (horizontal). Mit dem Shortcut ALT + ← bzw. ALT + → kann man zwischen den einzelnen Tabs umschalten.

Da sich im Laufe der Zeit etliche Objekte in der Editoransicht ansammeln kann man sich nach einem Klick auf den Doppelpfeil alle geöffneten Objekte anzeigen lassen und in der Liste suchen bzw. aus der Liste heraus auch das jeweilige Objekt gleich schließen. Oder oben im Tabbereich die Optionen welche über die rechte Maustaste bereit gestellt werden nutzen (bspw. alle Tabs rechts vom aktuellen schließen). Im Bereich von ungefähr 50 Tabs ist jedoch dann Schluss mit weiteren Tabs. Eine konkrete Warnmeldung gibt es nicht, es werden einfach die Optionen zu einem Tab nicht mehr vernünftig zur Anzeige gebracht. Von daher schadet es nicht hin und wieder mal aufzuräumen.

Eine kleine Anmerkung zu den Shortcuts: An dieser Stelle wird es auch einen eigenen Beitrag zu Shortcuts im HANA Studio geben.

Der Viewbereich

In vielen Punkten arbeitet der Editorbereich auch eng mit dem Viewbereich zusammen. Dort werden für das im Editorbereich in Bearbeitung befindliche Objekt die dazugehörigen Views wie Eigenschaften, Problem (Meldungen), Datenvorschau, etc. angezeigt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass in manchen Viewbereichen, wie bspw. Meldungen, die Ausgabe für alle Objekten in allen Editoren erfolgt. Da kann man schnell den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Hier hilft, sich an den der Spalte Ressource zu orientieren oder alle Einträge zu löschen (eine Option der rechten Maustaste in dem jeweiligen View) und die Prüfung dann nochmal auszuführen.

In meinen Augen nicht unbedingt schlüssig ist das Verhalten des Viewbereiches bei der Bearbeitung einer Transformationen im Editorbereich. Hier werden die Details der jeweils ausgewählten Merkmalsroutine angezeigt und nicht im Editor, wo ich es eher erwartet hätte. Auch wird der View Properties nicht automatisch aktiviert, er muss ausgewählt werden. 

Wie bisher stehen die bekannten Typen für Merkmalsroutinen zur Verfügung. Nutzt man den Typ Routine, so ist, um die Ausführung zur Laufzeit in HANA beizubehalten, die Implementierung als AMDP Routine auszuführen.

Datenanzeige eines ADSOs – Properties View DDIC oder Datenvorschaufunktion

Bei InfoObjekt/ADSO/CompositeProvider zeigt der Reiter Properties die Eigenschaften des Objektes an wie bspw. der letzte Änderer. Viel interessanter in diesem View ist die Möglichkeit über den Unterreiter DDIC sich die Tabellen des Objektes anzeigen zu lassen.

So ist es über diesen Weg wieder wie bisher möglich, sich die Texte zu einem InfoObjekt über die /BIC/T* Tabelle anzeigen zu lassen. Die Tabelle öffnet sich (zumindest in einem BW/4HANA 1.0) im altbekanntem SAPGUI! Man kann sich die Daten auch über die Datenvorschaufunktion im HANA Studio anzeigen lassen. Nur finde ich die Navigations- und Darstellungsformen im SAPGUI immer noch intuitiver. Ferner habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Daten in der SAPGUI Ansicht aktueller sind (gerade bei Daten auf InfoProvidern). Für einen schnellen ersten Blick auf die Daten ist die Datenvorschaufunktion jedoch tauglich – zumal sie schnell im HANA Studio verfügbar ist. Die Navigation in der Datenvorschaufunktion ist dabei dem in der Query sehr ähnlich. Mit Vorteilen was die optische Aufmachung der Daten betrifft, mit Nachteilen bzgl. der limitierten Anzahl an Zeilen und Spalte die genutzt werden können.

Zeit für ein Fazit

Im ersten flüchtigen Kontakt ist das HANA Studio eine völlig neue Welt – und durchaus erstmal etwas einschüchternd. Taucht man jedoch in diese neue Welt ein, so trifft man auf ein paar alte Bekannte, die sich fast nicht geändert haben. Einige Bekannte sind jedoch nicht mehr dabei. Dafür kamen neu und verbesserte Funktionen hinzu. Mit diesem Mix ist ein Arbeiten in einem BW-System möglich – an einigen Punkten ergeben sich sogar neue, flexiblere Möglichkeiten. Freilich gilt auch hier: Übung macht den Meister. Der Blog sollte einen ersten Eindruck der neuen Möglichkeiten geben. Die gezeigten Wege müssen nicht unbedingt die Besten für jeden Einzelnen / jede Einzelne sein. Aber vielleicht für eine Pausenunterhaltung der anderen Art mit den Kollegen/-innen – nicht über das Wetter, sondern wie ein jeder / eine jede die eine oder andere Aufgabe angeht. In diesem Sinne viel Spaß und Erfolg mit dem neuen HANA Studio.

Und falls noch mehr Lust auf Neues im BW geweckt wurde – SAP BW/4HANA 2.0 bringt weitere Neuerungen. Aber dazu mehr in einem der nächsten Blogbeiträge.

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